Leasing · Mehr- und Minderkilometer

Die Leasingrückgabe kostet nichts, was Sie nicht seit Monaten wissen konnten.

Mehrkilometer werden am Tag der Rückgabe abgerechnet — verursacht wurden sie drei Jahre vorher. Das Rückgabe-Cockpit rechnet die Laufleistung jedes Leasingfahrzeugs auf sein Vertragsende hoch, bewertet sie gegen die Vertragskonditionen und sagt dazu, wie belastbar die Zahl ist. Solange noch Zeit ist, etwas daran zu ändern.

Rückgabe-Cockpit mit Mehr- und Minderkilometern je Leasingvertrag in MobilityManager
Das Problem

Die teuerste Zahl im Fuhrpark entsteht unbeobachtet

Kilometerkonditionen stehen in einem PDF im Aktenschrank. Kilometerstände liegen in einem anderen System. Solange beides getrennt bleibt, ist die Abrechnung bei Rückgabe keine Rechnung, sondern eine Nachricht.

Die Mechanik ist in jedem Kilometerleasingvertrag dieselbe. Vereinbart wird eine Laufleistung für die gesamte Laufzeit. Wer darüber liegt, zahlt je Mehrkilometer nach. Wer darunter bleibt, bekommt je Minderkilometer erstattet — fast immer zu einem deutlich niedrigeren Satz, oft nur bis zu einer gedeckelten Menge. Die Asymmetrie ist Absicht: Überziehen kostet mehr, als Untersteuern zurückbringt.

Das eigentliche Problem ist aber nicht der Satz, sondern der Zeitpunkt. Eine Abweichung, die im zwölften Monat sichtbar wird, lässt sich noch verhandeln, umverteilen oder durch eine Vertragsanpassung auffangen. Dieselbe Abweichung im 34. Monat ist eine Buchung. Zwischen beiden liegen keine besseren Konditionen — nur die Frage, ob jemand hingesehen hat.

105 %Standardschwelle für „überfahren“
80 %Standardschwelle für „deutlich unterfahren“
3 MonateAuswertungsfenster, 1–24 einstellbar
1 Mailein Sammelbericht über N Fahrzeuge
Die Rechnung

Mehr- und Minderkilometer, einmal durchgerechnet

Zwei Fahrzeuge desselben Fuhrparks, derselbe Vertragsumfang, entgegengesetzte Richtung. Genau so rechnet das Cockpit.

Mehrkilometer

Nachzahlung

Vertragskilometer
120.000 km
Prognose zum Vertragsende
132.500 km
Abweichung
+12.500 km
Freigrenze laut Vertrag
− 2.500 km
Abrechenbare Kilometer
10.000 km
Satz Mehrkilometer
× 0,12 €/km

1.200,00 € Nachzahlung

Minderkilometer

Gutschrift

Vertragskilometer
120.000 km
Prognose zum Vertragsende
104.000 km
Abweichung
−16.000 km
Freigrenze laut Vertrag
− 2.500 km
Rechnerisch erstattbar
13.500 km
Deckel laut Vertrag
10.000 km
Satz Minderkilometer
× 0,06 €/km

600,00 € Gutschrift

Beachten Sie die zweite Karte: 16.000 nicht gefahrene Kilometer bringen 600 Euro zurück, 12.500 zu viel gefahrene kosten 1.200 Euro. Freigrenze, Deckel und der halbierte Satz wirken alle in dieselbe Richtung. Deshalb ist ein Fuhrpark, der seine Verträge „ungefähr trifft“, systematisch im Minus — und deshalb steht in der Kopfzeile des Cockpits beides nebeneinander.

Das Cockpit

Fünf Zahlen über der Flotte

Darunter eine Zeile je Fahrzeug — Kennzeichen, Fahrer, Vertragsende, Resttage, Vertragskilometer, Prognose, Abweichung, Betrag, Konfidenz und offene Schäden — sortiert nach Risiko, filterbar auf einen Zeithorizont und auf „nur Nachzahlungen“.

Fahrzeuge

Alle laufenden Finanzierungsleasing-Verträge im gewählten Zeithorizont — 3, 6, 12 Monate oder alle.

Erwartete Nachzahlungen

Die Summe aller positiven Beträge. Das ist die Zahl, die im nächsten Budgetgespräch gebraucht wird.

Erwartete Gutschriften

Die Gegenrichtung: Fahrzeuge, die deutlich unter ihren Vertragskilometern bleiben — zu teuer eingekauft, nicht zu billig.

Endet in 90 Tagen

Wie viele Verträge im letzten Quartal ihrer Laufzeit stehen. Ab hier lässt sich an der Zahl kaum noch etwas ändern.

Braucht Aufmerksamkeit

Fahrzeuge ohne belastbare Prognose: fehlender Satz, fehlende Vertragsdaten oder niedrige Konfidenz. Die ehrlichste der fünf Zahlen.

Vom Kilometerstand zum Betrag

Vier Schritte, alle nachvollziehbar

Keiner davon ist eine Schätzung im Verborgenen. Für jedes einzelne Fahrzeug lässt sich der ganze Weg aufklappen.

01

Kilometerstände sammeln sich

Jeder Stand, der irgendwo im System anfällt, landet in derselben Reihe: aus der Telematik, aus dem Tankkarten-Import, aus der Kilometermeldung des Fahrers, aus dem Werkstattauftrag, aus dem Reifenwechsel, aus der Hand. Ein Stand fällt nie — er wird nur durch eine ausdrückliche Korrektur zurückgenommen.

02

Daraus wird eine Tagesleistung

Voreingestellt der Mittelwert aus zwei Raten: der Tagesleistung über die gesamte Nutzung und der Tagesleistung der letzten drei vollen Kalendermonate. So wird ein Fahrzeug, dessen Einsatz sich geändert hat, weder allein an seiner Vergangenheit noch allein an einem verrauschten Quartal gemessen.

03

Hochgerechnet auf das Vertragsende

Nicht auf ein Kalenderjahr, nicht auf ein Jubiläum — auf den Tag, an dem der Vertrag endet, das Enddatum eingeschlossen. Vertrags-Kilometer sind die Summe über alle Finanzierungsverträge des Fahrzeugs: Ein Wagen, der 24 Monate lief und um 12 verlängert wurde, schuldet die Summe, nicht den letzten Vertrag.

04

Bewertet gegen die Konditionen

Abweichung minus Freigrenze, der Rest mal dem Satz der jeweiligen Richtung — Mehrkilometer zum Mehr-km-Satz, Minderkilometer zum Minder-km-Satz, gegebenenfalls am vereinbarten Deckel abgeschnitten. Heraus kommt ein Betrag in Euro, je Fahrzeug und als Summe über die Flotte.

Die Regel dahinter

Lieber keine Zahl als eine falsche Null

Ein Fuhrparksystem, das für jedes Fahrzeug einen Betrag ausweist, wirkt vollständig. Es ist aber genau dann gefährlich, wenn die Vertragsdaten unvollständig sind — denn ein Fahrzeug ohne gepflegten Mehrkilometersatz bekommt dann 0,00 €, und 0,00 € liest sich als „kein Risiko“.

Betroffen sind ausgerechnet die am schlechtesten gepflegten Zeilen. Der Fuhrpark sortiert nach Betrag, arbeitet die teuren Fahrzeuge ab und übersieht dabei zuverlässig die, über die er nichts weiß.

Deshalb zeigt das Cockpit dort keine Zahl. Fehlt der Satz für die prognostizierte Richtung, steht in der Spalte ein anklickbarer Hinweis „Vertrag unvollständig“, der direkt in die Vertragsdaten des Fahrzeugs führt. Fehlt die Prognose ganz, steht ein Gedankenstrich. Beide Fälle zählt die Kennzahl „Braucht Aufmerksamkeit“ mit — und in der Sortierung stehen sie oben, nicht unten.

Dieselbe Regel gilt für den gedeckelten Erstattungsanspruch: Ein Vertrag, der die Erstattung als begrenzt kennzeichnet, aber keinen Deckelwert trägt, wird nicht ungedeckelt hochgerechnet. Er wird als unvollständig gemeldet — eine ungedeckelte Gutschrift würde das Geld überschätzen, das zurückkommt.

Konfidenz

Jede Prognose sagt, worauf sie steht

Zwei Kriterien entscheiden: wie viele Kilometerstände im Auswertungsfenster liegen und wie alt der jüngste ist.

Hoch

Mindestens zwei Kilometerstände im Auswertungsfenster und der jüngste höchstens 45 Tage alt.

Die Hochrechnung steht auf einem laufenden Datenstrom. Der Betrag ist verhandlungsfähig.

Mittel

Mindestens ein Kilometerstand im Fenster — oder ein Stand, der höchstens 90 Tage alt ist.

Richtungsstimmig, aber nicht auf den Kilometer genau. Vor einer Vertragsanpassung einen frischen Stand holen.

Niedrig

Weder noch: kein Stand im Fenster, und der jüngste ist älter als 90 Tage.

Wichtig: Die Zahl ist dann eher zu klein als zu groß. Ein schwacher Kilometerstrom zieht die Tagesleistung nach unten — das Risiko wird unterschätzt, nicht übertrieben.

Die Richtung des Fehlers ist kein Detail. Fehlende Kilometerstände ziehen die Tagesleistung gegen den Lebenszeitdurchschnitt und damit nach unten. Ein Fuhrpark mit lückenhafter Erfassung sieht deshalb nicht ein zufällig falsches Risiko, sondern durchgängig ein zu niedriges. Genau deshalb steht die Konfidenz in der Zeile und nicht im Handbuch.

Diagnose

„Warum steht da diese Zahl?“ — mit Antwort

Die Frage kommt spätestens, wenn der Betrag unangenehm wird, und sie kommt zu Recht. Für jedes Fahrzeug öffnet sich deshalb eine eigene Seite, die den Rechenweg zeigt statt ihn zu behaupten:

  • Jede Formel mit eingesetzten Zahlen. Nicht „Tagesleistung“, sondern die Formel, die Felder der Fahrzeugakte, aus denen ihre Bestandteile stammen, und dasselbe noch einmal mit den Werten dieses Fahrzeugs.
  • Das Auswertungsfenster Monat für Monat. Wie viele Stände in jeden Monat fielen, der niedrigste und der höchste, die Kilometer, die der Monat beigesteuert hat — und ob er überhaupt gezählt wurde.
  • Alle Verträge des Fahrzeugs. Mit der Markierung, welcher der maßgebliche ist und welche Vertragskilometer in die Summe eingehen.
  • Gespeichert gegen frisch gerechnet. Spalte für Spalte, mit Kennzeichnung jeder Abweichung — damit eine veraltete Prognose als veraltet erkennbar ist und nicht als falsch gilt.
  • Benannte Befunde. Kein Finanzierungsvertrag, kein Vertragsende gepflegt, keine Vertragskilometer, ein Kilometerstand von vor 400 Tagen, ein leeres Auswertungsfenster, ein fehlender Satz — jeweils als Hinweis, Achtung oder Fehler eingestuft.

Der Rechenweg wird nicht nachgebaut, sondern mitgeschrieben: Diagnose und gespeicherte Prognose stammen aus demselben Durchlauf. Eine zweite Implementierung würde der ersten irgendwann widersprechen — und dann hätten Sie zwei Zahlen und kein Argument.

Überwachung

Sie müssen nicht täglich hineinsehen

Einmal am Tag rechnet ein Dienst jedes Leasingfahrzeug neu durch — unabhängig davon, ob überhaupt jemand Mails bestellt hat, denn das Cockpit und die Fahrzeugakte lesen dieselben Zeilen und sollen aktuell sein, wenn sie geöffnet werden.

Wer Benachrichtigungen einschaltet, bekommt einenKilometer-Hochrechnungsbericht über alle auffälligen Fahrzeuge — als Tabelle mit Kennzeichen, Fahrer, Vertragsende, Vertragskilometern, Prognose, Abweichung, Nutzungsgrad und Konfidenz. Nicht eine Mail je Fahrzeug: Ein Postfach mit vierzig Einzelwarnungen wird gefiltert, und danach wirkt die Überwachung wie abgeschaltet.

Alles daran ist je Mandant einstellbar: die Schwelle für Über- und Unterfahrung, eine Karenzzeit für junge Verträge, ein Mindest-Nutzungsgrad für den Sammelbericht, ein Mindestalter des Vertrags, das Wiederholungsintervall und die Empfänger — Klartext-Adressen, weil das Controlling-Postfach selten ein Benutzerkonto ist.

Ein Fahrzeug wiederholt sich nicht ohne Grund. Gemerkt wird die Meldung je Fahrzeug, Richtung, Vertragsende und Fünf-Prozent-Stufe des Nutzungsgrades. Eine stabile Überschreitung bleibt still; eine, die sich verschlechtert, meldet sich erneut. Das gilt auch über einen Neustart des Systems hinweg.

Nachprüfbarkeit

Der Export, mit dem Sie die Endabrechnung prüfen

Am Ende schickt der Leasinggeber eine Rechnung. Ein Screenshot des Cockpits hilft dann nicht — nachrechnen können muss man sie.

Der Excel-Export trägt deshalb die Spalten, für die auf dem Bildschirm kein Platz ist: beide Kilometersätze, die Freigrenze, die abrechenbaren Kilometer, den Status je Fahrzeug (Nachzahlung, Rückvergütung, ausgeglichen, Vertrag unvollständig, keine Prognose), Hinweise auf angewandte Freigrenze und gedeckelte Rückvergütung, die Zahl der Kilometerstände im Fenster, den Stand selbst mit Datum, den Zeitpunkt der Berechnung sowie offene Schäden mit Kostensumme. Ein zweites Blatt trägt die fünf Kennzahlen und den angewandten Filter.

Leere Beträge bleiben auch dort leer — mit einem Satz darunter, der erklärt, dass das Absicht ist. Deutsch oder Englisch, je nach Anmeldesprache.

Handlungsspielraum

Was Sie mit der Zahl anfangen

Eine Prognose, aus der nichts folgt, ist ein Bericht. Diese vier Hebel greifen, solange der Vertrag läuft.

Vertragskilometer anpassen

Der Leasinggeber verhandelt eine Anpassung während der Laufzeit fast immer günstiger als eine Nachzahlung bei Rückgabe. Voraussetzung ist, dass Sie 18 Monate vor Vertragsende wissen, dass Sie eine brauchen.

Fahrzeuge tauschen

Ein Wagen bei 130 % und einer bei 70 % im selben Fuhrpark sind zusammen bei 100 %. Das Cockpit stellt beide Richtungen nebeneinander — der Tausch zweier Fahrer kostet nichts außer einem Gespräch.

Die Freigrenze nachschlagen

Viele Verträge tragen eine zweiseitige Freigrenze, die niemand kennt, weil sie auf Seite vier steht. Ist sie gepflegt, rechnet das Cockpit nur die Kilometer jenseits davon ab — und eine vermeintliche Nachzahlung schrumpft auf null.

Schäden vor der Rückgabe schließen

Offene Schäden stehen als eigene Spalte neben dem Betrag, mit Anzahl und Kostensumme. Was vor der Rückgabe repariert wird, rechnet der Leasinggeber nicht mehr ab.

Grenzen

Was das Cockpit nicht leistet

Vier Punkte, die Sie in einer ernsthaften Auswahl ohnehin finden — deshalb stehen sie hier und nicht in der Fußnote eines Angebots.

Restwertverträge werden nicht bewertet

Das Cockpit beantwortet die Kilometerfrage. Bei einem Restwertvertrag entscheidet der vereinbarte Restwert über die Abrechnung, nicht die Laufleistung — die Vertragsform wird am Vertrag geführt, eine Restwert-Ausgleichsrechnung gibt es nicht.

Kein Minderwertgutachten

Offene Schäden erscheinen mit Anzahl und Kostensumme aus dem Schadenmanagement. Das ist eine Warnung, keine Bewertung nach dem Schadenkatalog des Leasinggebers. Was am Rückgabetag als Minderwert anerkannt wird, entscheidet weiterhin der Gutachter.

Kein Rückgabeprotokoll

Termin, Übergabeprotokoll und Zustandsdokumentation der eigentlichen Rückgabe sind nicht Teil des Moduls. Fotodokumentation und Dokumentenablage am Fahrzeug decken die Ablage ab, nicht den Vorgang.

Die Prognose ist nur so gut wie der Kilometerstrom

Ein Fahrzeug mit einem einzigen Stand aus dem Vorjahr bekommt keine belastbare Zahl — und das steht dann auch dran. Wer die Zahl ernst nehmen will, braucht mindestens eine laufende Quelle je Fahrzeug.

Häufige Fragen

Mehrkilometer, Minderkilometer, Rückgabe

Ein Kilometerleasingvertrag vereinbart eine Laufleistung für die gesamte Laufzeit — etwa 120.000 km über 36 Monate. Wer mehr fährt, zahlt bei Rückgabe je Mehrkilometer einen vertraglich festgelegten Satz nach. Wer weniger fährt, bekommt je Minderkilometer eine Erstattung, fast immer zu einem deutlich niedrigeren Satz und häufig gedeckelt. Viele Verträge tragen zusätzlich eine Freigrenze, innerhalb derer in beide Richtungen nichts abgerechnet wird. Die Abrechnung erfolgt erst bei der Rückgabe — also drei Jahre nach der Entscheidung, die sie verursacht hat.

In vier Schritten. Aus den erfassten Kilometerständen wird eine Tagesleistung gebildet — voreingestellt der Mittelwert aus der Rate über die gesamte Nutzung und der Rate der letzten drei vollen Kalendermonate. Diese Tagesleistung wird über die verbleibenden Tage bis zum Vertragsende hochgerechnet und auf den aktuellen Stand addiert. Die Differenz zu den Vertragskilometern ist die Abweichung; davon wird die Freigrenze abgezogen. Der Rest wird mit dem Satz der jeweiligen Richtung multipliziert, bei Minderkilometern gegebenenfalls am vereinbarten Deckel abgeschnitten.

Ja, je Mandant. Neben dem voreingestellten Mittelwert stehen die Tagesleistung über die gesamte Nutzung und die Tagesleistung des Fensters allein zur Wahl; das Fenster selbst ist zwischen einem und 24 Monaten frei einstellbar. Die Grundlage gilt für alle Fahrzeuge gleichzeitig — und jede gespeicherte Prognose merkt sich, mit welcher Grundlage sie entstanden ist, damit eine spätere Umstellung alte Zahlen nicht stillschweigend umdeutet.

Dann steht in der Betragsspalte kein Euro-Wert, sondern „Vertrag unvollständig“ — anklickbar, direkt in die Vertragsdaten des Fahrzeugs. Eine Null wäre an dieser Stelle die gefährlichste Anzeige überhaupt: Sie liest sich als „kein Risiko“, und zwar ausgerechnet auf den Zeilen, die am schlechtesten gepflegt sind. Dieselbe Regel gilt für Fahrzeuge ohne Prognose; sie zeigen einen Gedankenstrich.

Jede Zeile trägt eine Konfidenz. Hoch bedeutet: mindestens zwei Kilometerstände im Auswertungsfenster und der jüngste höchstens 45 Tage alt. Mittel bedeutet: mindestens ein Stand im Fenster oder ein Stand, der höchstens 90 Tage alt ist. Niedrig heißt, dass keines von beidem zutrifft — die Prognose läuft dann auf dünnem oder altem Material, und der ausgewiesene Betrag ist eher zu klein als zu groß, weil ein schwacher Kilometerstrom die Tagesleistung nach unten zieht.

Ein Tagesdienst rechnet alle Leasingfahrzeuge neu durch und verschickt einen Sammelbericht: eine Mail über alle auffälligen Fahrzeuge, nicht eine Mail je Fahrzeug. Voreingestellt gilt ein Fahrzeug ab 105 % Nutzungsgrad als überfahren und bis 80 % als deutlich unterfahren; junge Verträge bleiben die ersten Monate außen vor. Ein Fahrzeug meldet sich erst wieder, wenn sich seine Quote wirklich verschlechtert hat — oder nach Ablauf des Wiederholungsintervalls.

Dafür ist der Excel-Export gebaut. Er trägt Spalten, für die auf dem Bildschirm kein Platz ist: beide Kilometersätze, die Freigrenze, die abrechenbaren Kilometer, den Kilometerstand, auf dem die Prognose steht, sein Datum und den Zeitpunkt der Berechnung — dazu ein zweites Blatt mit den Kennzahlen. Damit ist die Rechnung des Leasinggebers Position für Position nachrechenbar.

Dafür gibt es die Diagnose. Sie zeigt für ein Fahrzeug den vollständigen Rechenweg: jede Formel mit den eingesetzten Zahlen, das Auswertungsfenster Monat für Monat mit den Ständen, die hineingefallen sind, alle Verträge des Fahrzeugs und den Vergleich der gespeicherten mit einer frisch berechneten Zahl. Dazu benannte Befunde — fehlende Vertragskilometer, ein veralteter Kilometerstand, ein leeres Fenster — statt einer Zahl, die man glauben muss.

Das Rückgabe-Cockpit liest Finanzierungsleasing-Verträge, denn nur dort gibt es eine Kilometerabrechnung bei Rückgabe. Technisches Leasing und Laufleistungsleasing tragen dieselben Kilometerkonditionen, sind aber nicht der maßgebliche Vertrag. Miete, Eigentum mit Kredit, Service-, Telematik- und Mobilfunkverträge werden im Vertragsmanagement geführt und laufen in die Fahrzeugkosten, nicht in die Rückgabeprognose.

Nein. Das Vertragsmanagement mit dem Rückgabe-Cockpit ist Bestandteil des MobilityManager und nicht gesondert lizenziert. Der MobilityManager wird als Einmallizenz erworben und läuft auf Ihren Servern — es gibt keine Abrechnung je Auswertung und keinen Aufpreis dafür, dass Sie genauer hinsehen.

Sehen Sie Ihre eigene Rückgabe-Prognose.

30 Minuten am laufenden System — mit einem Ihrer Verträge durchgerechnet, inklusive Rechenweg. Keine Folien, kein Verkaufsdruck.